|
Tutanchamun |
|
|
|
|
|
Tut-Anch-Aton,
Heqaiunuschema, Nebcheprure Wer war Tutanchamun? Noch streiten sich die gelehrten, wer dieser Tutanchamun eigentlich war. Die Inschrift auf einem der roten Granitlöwen im Tempel von Sokep nennt Amenhotep III. seinen Vater. |
|
|
Unterstellt man Echnaton (Amenhotep IV.) eine Regierungszeit von ca. 16 Jahren und verknüpft man die Tatsache, dass Tutachamun bei der Thronbesteigung ungefähr neun Jahre alt war, erscheint es höchst unwahrscheinlich, dass Amenhotep III sein leiblicher Vater war (ganz zu schweigen von Königin Teje, die in recht fortgeschrittenem Alter schwanger geworden sein musste). Wahrscheinlich wurde das Wort Vater im allgemeinen Sinne verwendet, um Übereinstimmung mit Amenhotep und die Rückkehr zur alten Religion zu unterstreichen. Eher könnte Amenhotep III. der Großvater und Echnaton der Vater gewesen sein.
Mit einiger Gewissheit war sie mit Echnaton verheiratet, wie ihr Titel "Überaus geliebte Gemahlin" bezeugt. Vielleicht ist sie auch mit der mitahnischen Prinzessin Taduchepa identisch, der Tochter des Königs Tuschratta, der man einen ägyptischen Namen gab. Vor dem neunten Regierungsjahr war sie die eindeutigste Favoritin, doch nach dem Jahr 11 hören wir nichts mehr von ihr.
Viele Bildnisse Kijas wurden nach dem Jahr 11 mit Meritatons Namen überschrieben, der ältesten Tochter Echnatons. Sie hatte nach Nofretetes Tod deren Platz als Hauptfrau des Königs eingenommen. Tutanchamun starb jung, vermutlich schon in seinem neunten Amtsjahr. Dafür gibt es zwei Belege; einerseits die medizinische Untersuchung seiner Mumie, die ihm ein Alter von höchstens 17 einräumt, andererseits die Tonsiegel auf seinem Grab gefundenen Weinkrügen, die nicht nur die Weinsorte, das Anbaugebiet und den verantwortlichen Kellermeister nennen, sondern auch das Jahr der Einkellerung. Das späteste genannte Datum ist das Jahr 9, das darauf schließen lässt, dass Tutanchamun im folgenden Jahr nicht mehr am Leben war. Tutanchamuns Mumie gibt keinen eindeutigen Aufschluss darüber, woran er gestorben ist, gewiss war es nicht die Schwindsucht, wie man früher glaubte. Allerdings wurde bei Autopsien und Röntgenuntersuchungen ein winziger Knochensplitter in der oberen Stirnhöhle entdeckt, der durch einen heftigen Schlag dorthin gelangt sein könnte. Ob dieser jedoch absichtlich ausgeführt wurde - was auf Mord hindeuten würde - oder der König einen Unfall erlitt, vom Streitwagen stürzte, lässt sich nachträglich nicht entscheiden. Tutanchamuns Tod stellte seine junge Witwe Anchesenamun vor eine schwierige Situation. Offenbar ausschließlich von ehrgeizigen Männern umgeben, die weit älter waren als sie selbst, tat sie was Erstaunliches: Sie schrieb an Schuppiluluima I. - den König der Hethiter, und legte ihm ihre Notlage dar. Die ägyptischen Quellen schweigen darüber, aber bei Ausgrabungen im türkischen Hattusas, der hethitischen Residenz, wurde eine Kopie des Briefes im ehemaligen Staatsarchiv gefunden, Anchesenmaun erklärt darin, ihr Mann sei gestorben und sie habe keine Söhne, während er über viele verfügte; der König solle ihr doch einen davon zum Mann geben, damit die Herrscherlinie erhalten bliebe. Der Hethiterkönig war höchst misstrauisch und ließ Erkundigungen einholen; seine Botschafter prüften die Angaben nach und kehrten mit der Bestätigung zurück, dass es sich tatsächlich so verhielt. Daraufhin wurde ein hethitischer Prinz Namens Zannanza nach Ägypten entsandt um das Angebot der Königin anzunehmen. Weit ist er wohl nicht gekommen, denn er wurde offenbar schon an der Grenze ermordet - eine Tat, die ohne weiteres Haremhab angelastet werden kann, der als Oberbefehlshaber der Armee Gelegenheit und Mittel genug gefunden haben dürfte und vor allem ein Motiv hatte.
Die Archivierung und Katalogisierung nahm einige Wochen in Anspruch. Tutanchamun selber war in einem Sarg aus purem Gold bestattet der 110,4 kg
auf die Waage bringt, dieser Sarg wurde von 2 weiteren Särgen umschlossen
die aus vergoldetem Holz bestanden, diese waren in einem Quarzitsarg
(Gesteinsform) eingebettet.
Jener wurde von vier, mit Blattgold versehenen Holzschreinen umfasst die jeweils mit Türen verschlossen waren aber nur der erste versiegelt war.
|