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Memnons-Kolosse |
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Zwei mächtige Sitzfiguren ragen am Westufer des Nils bei Luxor auf. Die Memnonskolosse gleichen majestätischen Wächtern des Friedhofsgebietes, welches sich vom Tal der Könige über die Totentempel der Pharaonen bis zum Tal der Königinnen erstreckt. Pharao Amenophis III. (1388 - 1350 v. Chr.) ließ die beiden monumentalen Sitzfiguren vor den Eingangspylon seines Totentempels setzen. (Im Hintergrund sieht man übrigens den Berg des Tals der Könige)
Sein enormes Wissen war die ideale Voraussetzung für die Organisation derart schwieriger Aufgaben. In den Steinbrüchen des Landes wurde das Baumaterial gebrochen und zum Teil über weite Strecken und unter schwierigsten Bedingungen zum Bauplatz transportiert. Die aus einem einzigen Steinblock gearbeiteten tonnenschweren Kolossalfiguren des Herrschers wurden aus rötlichem Quarzit gemeißelt. Dieses Gestein wurde in Assuan oder in der Nähe Kairos gebrochen, hatte bis Theben also eine Reise von mehreren hundert Kilometern hinter sich. Die Figuren haben eine gewaltige Höhe von 17,9 Metern.
Der nördliche Koloss wurde seit den Ptolemäern mit Memnon gleichgesetzt, dem sagenhaften König, Sohn der Göttin der Morgenröte und des Titanos, der im Kampf um Troja gefallen war. Im Jahr 27 v. Chr. bebte die Erde um Theben so heftig, dass der nördliche Koloss Sprünge bekam und in der Folge plötzlich allmorgendlich zu "singen" begann. Für wundergläubige Kulturpilger gab es damals nur eine Erklärung: Memnon brachte seiner Mutter, der Morgensonne, ein Ständchen. Diese benetzte ihn mit ihren Tränen, den Tropfen des Morgentaus.
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