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Abydos |
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| Eine der
wichtigsten religiösen Zentren des Landes - das Nekropolenfeld von Abydos
- die Hauptstadt des achten oberägyptischen Gaus.
Seit dem Alten Reich wurde hier der Toten- und Vegetationsgott "Osiris" verehrt, der später mit seiner Gemahlin "Isis" und dem jugendlichen "Horus ("Haroeris") die heilige Göttertriade des Ortes bildete. Nahezu alle Phasen der ägyptischen Geschichte sind in Abydos mit bedeutenden Denkmälern vertreten. Mitten in der Wüste wurden bei Umm el-Qaab die Königsgräber der frühdynastistischen Zeit angelegt, deren Architektur in den letzten Jahren nochmals von einer Unternehmung des deutschen archäologischen Instituts (Kairo) untersucht wurde. Nordöstlich davon befinden sich in der weitläufigen Totenstadt die Überreste des großen Osiris-Tempels auf dem Korn es-Sultan, einst das kultische Zentrum von Abydos. Den unbestreitbaren Höhepunkt der baulichen Zeugnisse bilden jedoch die beiden Heiligtümer der frühen Ramessidenzeit, die gut erhaltenen Anlagen Sethos´I. und seines Sohnes Ramses´II. aus der 19. Dynastie mit einer nahezu einmaligen Farbenpracht ihres Reliefschmuckes.
Das Osireion (19. Dynastie um 1280 v. Chr.) Das Osireion wurde direkt hinter dem Sethos-Tempel angelegt, bezeichnet das mythische Grab des Osiris-Herrschers. Im Zentrum dieses größten je gebauten Scheingrabes (Kenotaph) liegt eine künstliche Insel, die von einem Wassergraben umgeben ist und auf der zwei Reihen mit jeweils fünf gigantischen Pfeilern (je 55t) stehen. Die Zuleitung erfolgt über einen unterirdischen Kanal, der immer noch funktionstüchtig ist. Auf der Insel markieren zwei rechteckige Vertiefungen den virtuellen Standplatz des Sarkophags und eines Kanopenkastens.
Der obere Teil des Mauerwerks wanderte in die lokalen Brennöfen, und auch der Eingangspylon mit dem ersten Hof ist heute verschwunden. Dies ist ein besonders bedauerlicher Verlust angesichts der feinen Reliefs mit ihrer gut erhaltenen Farbenpracht. Während die Außenmauern Darstellungen der Qadesch-Schlacht zeigen, sind die Wände im zweiten Hof mit langen Opferprozessionen versehen. Daran anschließend folgen zwei kleinere Pfeilersäle, die von Nebenkammern flankiert sind. Der Sanktuarbereich umfasst drei Räume, die der osirianischen Triade geweiht waren. Das zentrale Allerheiligste des Osiris
birgt eine
Statuengruppe aus Granit, deren fünf Personen die Götterfamilie "Osiris",
"Isis" und "Horus" sowie die vergöttlichten Könige Sethos I. und Ramses II.
wiedergeben. Auf der Südseite des zweiten Pfeilerhofes ist eine großformatige Szene dargestellt:
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